Warum wir uns die Abwrackprämie leisten konnten

Die volkwirtschaftlichen Wirkungen der Umweltprämie für Alt-KFZ
oder
Warum wir uns eine Abwrackprämie locker leisten konnten ? 

Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 die Abwrackprämie in Kraft gesetzt.
Jeder der ein Fahrzeug das älter als 9 Jahre war zur Verschrottung gegeben hat bekam auf Antrag bei der  BAFA in Eschborn 2500 € wenn er sich ein neues Fahrzeug oder einen Jahreswagen beschafft hat. Den Anträgen wird solange stattgegeben wie das Budget reicht. Das Anreizprogramm war erfolgreich.
Es hat sich was bewegt in der deutschen Zulassungsstatistik.
Jetzt ist es an der Zeit einmal die volkswirtschaftlichen Auswirkungen zu zeigen.
Das Programm erhielt ein Budget von 5.0 Mrd. EUR
Wenn man die 5.000 000 000 EUR durch 2. 000 000 Anträge teilt sind das die 2500 € pro KFZ.
2. 000 000 Autos multipliziert mit einem durchschnittlichen Preis von 20 000 EUR sind 40 Mrd. Umsatz.
Davon 19 % Umsatzsteuer sind 76 000 000 000 EUR bzw. 7, 6 Mrd. EUR Ust. !!
Mithin hat die Verwaltungsbürokratie mit der “Abwrackprämie” einen Überschuss von 2.6 Mrd. EUR innerhalb von rund 8 Monaten erzielt.
Ausserdem haben sich 40 Mrd EUR von privaten Konten, Banken und Leasingfirmen in Richtung des KFZ Sektors bewegt. Dazu kommen noch nicht spezifizierbare Sog- und Folgeeffekte.
Für das Jahr 2009 gibt das einen kleinen Wachstumsschub (max. 0,1 %) für das BIP.
In den Folgejahren fehlt dieses Geld aber für den privaten alltäglichen Konsum und für das Alltagsgeschäft im KFZ-Sektor. Theoretisch müsste sich auch die Sparquote der privaten Haushalte leicht erhöhen um Ersatzinvestitionen in die nächste Generation Fahrzeuge abzusichern.

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